Klar Schiff und volle Kraft voraus … !

Bereits 2009 setzten neben den Arbeiten auf dem Veitsberg auch die ersten Untersuchungen der Universität Jena im Talraum der Fränkischen Saale zwischen Salz und Niederlauer ein. Die durch Lukas Werther geleiteten Forschungen bauten in großen Teilen auf die wertvollen Vorarbeiten der Archäologischen Arbeitsgemeinschaft Rhön-Grabfeld – insbesondere Lorenz Bauer – auf und konzentrierten sich auf den Bereich der früh- und hochmittelalterlichen Siedlungswüstung Mühlstatt/Binsenhausen. Neben geomagnetischen Untersuchungen wurden Feldbegehungen, Bohrungen und kleinere Grabungen durchgeführt.
Durch die Einbindung in das Ende 2012 angelaufene Forschungsprojekt „Studien zu den Binnenhäfen im fränkisch-deutschen Reich als Knotenpunkte europäischer Kommunikationsnetzwerke (500-1250)“ der Deutschen Forschungsgemeinschaft konnten diese Forschungen deutlich ausgeweitet werden.
Zentrale Fragen sind dabei, ob der Pfalzkomplex im Frühmittelalter über den Wasserweg erreichbar war und ob im Neustädter Becken ein Hafen existierte.
Um diese Fragen zu klären müssen das Erscheinungsbild und die Lage der Fränkischen Saale in der entsprechenden Zeit bekannt sein. Hierfür arbeiten die Archäologen mit Geographen der Universität Dresden Hand in Hand.
Seit Beginn des Projekts werden auf den Auewiesen rund um die Fränkische Saale Bohrungen durchgeführt. Hierfür werden unter anderem hohle Edelstahlröhren mit dem Bohrhammer mehrere Meter in den Boden getrieben. Wieder an der Oberfläche folgt die Ansprache und Beschreibung der gewonnenen Bohrkerne, deren fotografische Dokumentation sowie Beprobungen um nachträgliche Laboranalysen folgen zu lassen. So kann die Flusslandschaft im Frühmittelalter Schritt für Schritt rekonstruiert werden.

Weiterführende Links zu diesem Projekt:

–          http://www.spp-haefen.de/de/die-projekte/binnenhaefen-im-fraenkisch-deutschen-reich/

–          http://www.ufg.uni-jena.de/Forschung/Aktuelle+Projekte/Fr%C3%BChgeschichte/Binnenh%C3%A4fen.html

 

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